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Ärztekammerpräsident Routil: „Wirksame Gesundheitsreform braucht Zeit und Augenmaß“

Rund 350 steirische Ärztinnen und Ärzte am Dienstag bei Protesttag in Wien

1. Juni 2008

Eine starke Delegation von rund 350 steirischen Ärztinnen und Ärzten wird am kommenden Dienstag beim Protesttag gegen die drohenden Verschlechterungen im Gesundheitsbereich dabei sein. Im Gepäck haben sie auch 95.000 Unterschriften der steirischen Bevölkerung „für die Erhaltung des besten Gesundheitssystems Europas“, die von Ärztekammerpräsident Wolfgang Routil gemeinsam mit den Unterschriften aus Wien und Oberösterreich Bundeskanzler übergeben werden.
„Wir treten für eine verantwortungsvolle Weiterentwicklung des Gesundheitssystems ein – eine wirksame Reform braucht Zeit und Augenmaß! Die jetzt drohende „Husch-Pfusch-Reform“ würde nur zu irreparablen Schäden führen“, sagte der Päsident der Ärztekammer Steiermark, Wolfgang Routil. Er bedauere, dass die Bundesregierung den angeboten Dialog nicht wahrgenommen habe: „Um in Österreich gehört zu werden, muss man offenbar zu scharfen Mitteln greifen.“ Es sei bedauerlich und unverständlich, dass die Regierung das von Wirtschaftskammer und ÖGB diktierte Kassen-Papier unreflektiert und ohne Einbeziehung der tatsächlich Betroffenen durchpeitschen wolle.
Der steirische Ärztekammerpräsident kritisierte vor allem die Befristung von Kassenverträgen und die Zentralisierung der Planung: „Diese Bundesregierung, die bei ihrem Antritt versprochen hat, die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte zu stärken, will sie jetzt schwächen, indem sie sie in die wirtschaftliche Unsicherheit treibt.“ Die immer wieder beschworene Entlastung der Spitäler würde so unmöglich werden. Gleichzeitig bewährte, dialogorientierte Planungsstrukturen zu zerschlagen und den Hauptverband zu einem „Planungswasserkopf“ zu machen, könne zudem das System nicht billiger machen, nur anonymer und inefffizienter.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Protesttag nehmen dafür einen regulären Urlaubstag. Wie bei anderen Urlauben oder während der Teilnahme an Fortbildungen, werden sie durch andere Kolleginnen und Kollegen vertreten.


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