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Sanatoriumsboykott: Ärzte wehren sich gegen unzumutbare Tarife

Private Krankenversicherungen

11. April 2008


Am Montag, 14. April 2008, beginnen die rund 350 steirischen Belegärztinnen und Belegärzte einen vorerst auf zwei Wochen anberaumten Sanatoriumsboykott. Damit wollen sie ihrem Protest gegen unzumutbare Tarife der Privaten Krankenversicherungen Ausdruck verleihen. Am Boykott beteiligen sich Ärztinnen und Ärzte aller Fächer.

Der Hintergrund: Seit dem Jahr 2000 erhöhten sich die Ärztehonorare um lediglich 0,4 Prozent – im gleichen Zeitraum stiegen die Versicherungsprämien im Schnitt um fast 25 Prozent. Die Inflationsrate für diesen Zeitraum beträgt nahezu 15 Prozent.

Nun drohen die ärztlichen Leistungen durch einen neuen Vertrag zwischen Versicherungen und Sanatorien auch für die kommenden zwei Jahre unter die Räder zu kommen. „Wir erwarten uns eine faire Behandlung durch die Privaten Krankenversicherungen“, sagt Dr. Norbert Meindl, Sprecher der steirischen Fachärztinnen und Fachärzte.
Besonders empört sind die Belegärztinnen- und Belegärzte, dass sie in die Verhandlungen nicht einmal eingebunden sind: „Wir wollen unsere Interessen auf gleicher Augenhöhe vertreten, statt Verträge nur hinnehmen zu müssen“, so Dr. Gerhard Leitinger, der die Belegärztinnen und Belegärzte vertritt.
Wesentliche Forderung ist eine 5prozentige Erhöhung aller Tarife, um die erlittenen Verluste der letzten Jahre zumindest teilweise auszugleichen. Eine deutliche Erhöhung von derzeit 46 auf 70 Euro verlangen die Belegärztinnen und -ärzte für die ärztlichen Konsilien. „Die oft langwierigen Behandlungen werden bei weitem nicht kostendeckend honoriert, vor allem wenn man auch die Anfahrten berücksichtigt“, so Leitinger. Weiter soll die derzeit sehr knapp bemessene Geburtenpauschale erhöht werden: Auch hier geht es um oft mehrstündige Behandlungen zu jeder Tages- und Nachtzeit samt erforderlicher Nachbetreuung. Die Augenärztinnen und Augenärzte wehren sich gegen eine massive Reduktion der Honorare für die Kataraktoperationen.

Dezidiert ausgenommen vom Boykott sind alle akuten und daher unaufschiebbaren Operationen und anderen Leistungen. Dazu gehören selbstverständlich auch Geburten.

Nähere Informationen:
Pressekoordination Martin Novak,
Telefon (0316) 8044-45 oder
0664 40 48 123
8011 Graz, Kaiserfeldgasse 29, Tel. 0316/8044-0,
Fax 0316/81 56 71, Postfach 162
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