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Ärztekammerpräsident Routil: „Ärztliche Soforthilfe in Akutfällen muss garantiert bleiben“

Ärztekammer fordert Erhaltung der Notfallversorgung am LKH-Universitätsklinikum

2. Juli 2007

Besorgt ist der steirische Ärztekammerpräsident Wolfgang Routil über den Vorstoß einer so genannten Expertengruppe, die nächtlichen Journaldienste durch eine Rufbereitschaft zu ersetzen. „Die Rechtfertigung durch Auslastungszahlen ist ein Zynismus der Ökonomen“, sagte Routil am Montag. Bei den nächtlichen Journaldiensten gehe es darum, dass den Patienten in Notfällen ohne Zeitverzögerung geholfen wird – jede Sekunde kann über Leben und Tod oder zumindest eine lebenslange Behinderung entscheiden.“ Ärztinnen und Ärzte, etwa bei einem Herzinfarkt oder einer schweren Verletzung erst telefonisch zu alarmieren, würde die Notfallversorgung entscheidend verschlechtern. Gerade an einem Schwerpunktkrankenhaus und Universitätsklinikum müsse „die ärztliche Hilfe in Akutfällen uneingeschränkt garantiert bleiben“.
Gelassen sehen Routil und der Obmann der Angestellten Ärztinnen und Ärzte, Martin Wehrschütz, das im Vorjahr gestartete Zeiterfassungssystem: „Eine exakte Zeiterfassung ist die Grundlage dafür, dass Mehrleistungen bzw. Überstunden genau verrechnet werden können und damit auch vollständig bezahlt werden müssen.“ Die Ärztekammer verlange allerdings, dass einen solches System technisch einwandfrei funktioniere und die Mitarbeiter nicht übermäßig belaste: „Während der Arbeitszeit von einem Spitalsgebäude zum anderen zu gehen, weil es die Dienstpflichten erfordern, darf zu keinem bürokratischen Hürdenlauf werden“, sagte Wehrschütz.
Für Nebenbeschäftigungen, ebenfalls ein Punkt, der von den Experten angesprochen wird, gebe es klare gesetzliche Regelungen, die einzuhalten sind. Generelle Verbote sind abzulehnen. Ebenso eine Ungleichbehandlung der Mitarbeiter: „Nebenbeschäftigungen nur Führungskräften zu gestatten, wie die Experten vorschlagen, ist eine Ungleichbehandlung, die schärfstens zu verurteilen ist“, sagte Wehrschütz. Aus einer Untersuchung der Ärztekammer gehe zudem hervor, dass viele Patienten private Häuser wegen des höheren Komforts bevorzugen: „KAGes und Klinikum haben erst vereinzelt begonnen, die Attraktivität der Sonderklasse zu verbessern und so Patienten zu binden.“ Die Ärztekammer schlägt vor, Nebenbeschäftigungen an die Auslastungszahlen der Sonderklasse in der jeweiligen Abteilung zu knüpfen. „Angesichts der Tatsache, dass der Ruf des LKH-Universitätsklinikums ausschließlich von der medizinischen Qualität getragen wird, ist es völlig inakzeptabel, die ärztlichen Leistungsträger mit Drohgebärden vor den Kopf zu stoßen“, so der Sprecher der Spitalsärzte.


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