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Ärztekammer: „Uni trägt Machtkampf auf dem Rücken von Patienten und Mitarbeitern aus“

Patientenbetreuung an Uni-Kliniken nach 12 Uhr

19. März 2007

Die Anweisungen mehrerer Klinikvorstände, dass Uni- bzw. bundesbedienstete Ärztinnen und Ärzte am Grazer Universitätsklinikum ab 12 Uhr nicht mehr in der Patientenbetreuung tätig sein dürfen, bringt die Ärztekammer auf die Barrikaden: „Hier wird ein Machtkampf auf dem Rücken der Patienten und Mitarbeiter ausgetragen“, warnt der steirische Ärztekammerpräsident Dietmar Bayer. Zwar sei es „notwendig und richtig“, den Uni-Ärztinnen und Ärzten, Zeit für Forschung und Lehre einzuräumen, es könne aber wohl nicht so sein, dass das Klinikum die Verantwortung für die Patientenbetreuung ab Mittag nicht mehr wahrnimmt.
„Mit dieser Anordnung wird bewusst ein Keil zwischen die Landesbediensteten und die Uni-Ärztinnen und -Ärzte getrieben“, kritisiert auch Spitalsärzteobmann Herwig Lindner. Erstere müssten für ihre Kolleginnen und Kollegen in die Bresche springen, um die medizinische Betreu-ung am Nachmittag zu gewährleisten. Er spricht von einer „selbstherrlichen Vorgangsweise“ der Führung der Medizinischen Universität.
Lindner erinnert daran, dass die Med Uni aus den Dienstrechtsverhandlungen zwischen KAGes und Ärztekammer, die für die landesbediensteten Ärztinnen und Ärzte ein früheres Arbeitsende nach dem Nachtdienst brachte, vorzeitig ausgestiegen ist. „Damit hat das Rektorat eine Schlechterstellung für seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bewusst in Kauf genommen – für Verletzungen des Arbeitszeitgesetzes sind damit Tür und Tor geöffnet.“
Ärztekammerpräsident Bayer fordert die umgehende Rücknahme dieser Dienstanweisungen sowie die rasche Aufnahme von Verhandlungen, „um die dienstrechtlichen Rahmenbedingungen zu synchronisieren, die Einhaltung des Arbeitszeitgesetzes an der Universität zu gewährleisten und die Patientenbetreuung weiter zu sichern“.


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