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„Spät aber doch“: Ärztekammerpräsident Bayer lobt Turnusärzte-Initiative der Gesundheitsministerin

Auch Länder sind gefordert – Bürokratieentlastung durch Medizinische Dokumentare und mehr personelle Ressourcen als wesentliche Maßnahmen

7. November 2006 

„Die Ausbildung der Turnusärztinnen und Turnusärzte ist schon lange eine offene Wunde der Gesundheitspolitik – ich bin froh, dass Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat hier spät aber doch klare Worte spricht“, sagte der steirische Ärztekammerpräsident und 3. Vizepräsident der ÖÄK, Dietmar Bayer zur Kritik der Ministerin an der bestehenden Ausbildung.
Die von Rauch-Kallat angekündigte Verbesserung der Rahmenbedingungen sei ein wichtiger erster Schritt „um die Qualität der Ärzteausbildung und damit die Qualität der medizinischen Versorgung für die Zukunft zu sichern“.
Die geplante Gesetzesinitiative werde allerdings wirkungslos bleiben, „wenn nicht auch die notwendigen Ressourcen geschaffen werden“, warnte Bayer: „Turnusärztinnen und Turnusärzte brauchen Ausbildner, die tatsächlich Zeit für diese Tätigkeit haben, die Spitalsträger müssen die erforderlichen personellen Ressourcen bereitstellen“, forderte Bayer. Ebenso dürfte die Ausbildungszeit nicht länger den administrativen Tätigkeiten, die derzeit einen Großteil der turnusärztlichen Arbeitszeit ausmachen, zum Opfer fallen. Der steirische Ärztekammerpräsident verwies auf das gemeinsame Projekt „Medizinische Dokumentation“ der steirische Krankenanstaltengesellschaft und der Ärztekammer: „Wir wollen medizinische Dokumentare in allen österreichischen Krankenhäusern“, sagte Bayer. Erfahrungen in Deutschland würden längst belegen, dass eigene Dokumentare die Ärztinnen und Ärzte entlasten, durch die höhere Dokumentationsqualität aber auch wirtschaftliche Vorteile für die Spitalsträger bringen.
Am 25. November werde die Österreichische Ärztekammer einen großen Turnusärztegipfel in Wien durchführen, um praxisorientiert umfassende Verbesserungsvorschläge – „gemeinsam mit den Turnusärztinnen und -ärzten“, so Bayer – zu entwickeln. Der Ärztepräsident appellierte auch an die Verantwortung der Gesundheitsreferenten der Länder, „in ihrem Bereich für die Durchsetzung einer besseren Turnusärzteausbildung Sorge zu tragen“.


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