Zur Ärztekammer Steiermark Startseite

Grazer Impftag 2017
am 21.10.2017, ab 9 Uhr

zum Kalender...
Werbebanner

Ärzte-Präsident Bayer: Chirurgie-Sanierung muss Vorrang gegenüber Prestige-Campus bekommen

Ärztekammer fordert gemeinsame Verhandlungen mit Land und Bund

27. September 2006

„Es ist ein verantwortungsloser Irrwitz, wenn die Grazer Medizinische Universität im nächsten Jahr den Bau eines Luxus-Campus beginnt, und gleichzeitig das Herzstück des Universitätsklini-kums, das sechs zentrale Kliniken beherbergt, vor dem Zusammenbruch steht“, reagierte der steirische Ärztekammerpräsident Dietmar Bayer am Mittwoch auf die jüngsten Berichte über die alarmierende Situation am so genannten Chirurgie-Hochhaus. „Ohne eine rasche, umfassende Sanierung werden die Medizinische Universität und das Landeskrankenhaus Graz ihre Lebensgrundlage verlieren“, unter diesen Umständen sei das Campusprojekt „eine gigantische Fehlplanung“.
Es sei klar, dass die Millioneninvestition für das Chirugiegebäude nur „in einer gemeinsamen Kraftanstrengung von Land und Bund möglich ist“, so der steirische Ärztekammerpräsident. Er zweifelt daran, dass der Bund unmittelbar nach der Zusage für das Campus-Projekt rasch genug ausreichende Mittel für das Chirurgiegebäude zu Verfügung stelle.
„Die Führung der Universität muss daher klare Prioritäten setzen und zuerst die überlebensnotwendige Sanierung sichern, bevor Geld in ein Prestigeprojekt gepumpt wird“, verlangte Bayer die Aufnahme sofortiger, gemeinsamer Verhandlungen mit Land und Bund. Es sei auch im vitalen Interesse des Landes Steiermark, die Co-Finanzierung durch den Bund zu sichern.
Die Med-Uni sei auch die Beweise dafür schuldig geblieben, dass eine Sanierung der Vorklinik in der Harrachgasse nicht kostengünstiger ausfallen würde, als ein Abriss und eine Übersiedlung. „Hier muss man ernsthaft fragen, ob nicht der Wunsch nach einem Prestige-Objekt größer ist als die wirtschaftliche Vernunft.“
Bayer erinnerte gleichzeitig daran, dass auch andere Kliniken und Landeskrankenhäuser dringend einer Sanierung bedürften: „Viele Ärzte beklagen menschenunwürdige Arbeitsbedingungen und – was noch schwerer wiegt – unzumutbare Zustände für die Patienten.“



Nähere Informationen:
Pressekoordination Martin Novak,
Telefon (0316) 8044-45 oder
0664 40 48 123
8011 Graz, Kaiserfeldgasse 29, Tel. 0316/8044-0,
Fax 0316/81 56 71, Postfach 162
E-mail: presse@aekstmk.or.at
Internet: www.aekstmk.or.at
DVR 0054313



zur Übersicht
Folgen Sie uns: Folgen Sie uns auf YoutubeFolgen Sie uns auf Twitter

Die Ärztekammer Steiermark . Alle Rechte vorbehalten

IMPRESSUM | PRESSE