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„Spart uns nicht krank!“: Protestmarsch der Ärzte bei ÖÄK-Vollversammlung in Graz

„Spart uns nicht krank!“: Protestmarsch der Ärzte bei ÖÄK-Vollversammlung in Graz

20. Juni 2006


Turnusmäßig findet die Vollversammlung der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK) am kommenden Freitag, 23. Juni 2006, in Graz statt. Außerhalb der Routine wird es an diesem Tag aber auch einen Protestmarsch der Ärztinnen und Ärzte sowie einen Delegiertentag unter dem Motto „Die gefesselte Medizin – Spart uns nicht krank!“ geben.
Mehr als 200 Ärztinnen und Ärzte wollen an dem Protestmarsch teilnehmen, der Freitag früh vom Andreas-Hofer-Platz zum Freiheitsplatz führt, wo in der Alten Universität der Delegiertentag stattfindet.
Der Protest der Ärztinnen und Ärzte richtet sich dabei vor allem gegen die massive Zunahme der Bürokratie im Gesundheitsbereich, die niedergelassene Ärztinnen und Ärzte genauso trifft wie ihre Kolleginnen und Kollegen in den Spitälern. Wie groß der Zorn und die Sorgen der Ärztinnen und Ärzte sind, lässt sich aus einer aktuellen OGM-Umfrage unter 600 Medizinerinnen und Medizinern ablesen: 58 Prozent der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte meinen, dass sich durch die Gesundheitsreform die Versorgung der Patienten verschlechtert habe. Besonders kritisch werden die „Chefarztpflicht neu“ und die finanziellen Auswirkungen der restriktiven Sparpolitik im Kassenbereich gesehen. Für Spitalsärztinnen und -ärzte sind vor allem der administrative Mehraufwand und die gestiegene Arbeitsbelastung zentrale Ärgernisse. Dazu kommt die Verschlechterung der Ausbildungsbedingungen für Turnusärztinnen und -ärzte.
Besonderes Alarmsignal: Fast 90 Prozent befürchten langfristig eine Zwei-Klassen-Medizin.
„Diese Protestmaßnahmen sind ein ernstes Warnsignal an die Gesundheitspolitik“, sagt der steirische Ärztekammerpräsident Dietmar Bayer. „Unsere Ärztinnen und Ärzte haben das Gefühl, unter diesen Bedingungen eine gute Gesundheitsversorgung für die Bevölkerung nicht mehr gewährleisten zu können.“
Dass der Protestmarsch in Graz nur ein erster Schritt ist, sollte es nicht zu Änderung der Gesundheitspolitik kommen, machen ebenfalls die Zahlen aus der OGM-Umfrage deutlich: 92 Prozent der niedergelassenen und 88 Prozent der angestellten Ärztinnen und Ärzte wollen Protestmaßnahmen aktiv mittragen.
Seit Kurzem ist eine eigene Website – www.buerokratiestopp.at – eingerichtet, auf der unter Anderem Ärztinnen und Ärzte ihre „Bürokratieerlebnisse“ schildern.


AVISO an die Medien zum Ablauf des Protestmarschs

Ca. 9.00 Uhr Start des Protestmarschs im Bereich Albrechtgasse/Sparkassenplatz
                     Route: Albrechtgasse – Hauptplatz – Sporgasse – Ballhausgasse – Freiheitsplatz
Ca. 9.30 Uhr Kurze Abschlusskundgebung am Freiheitsplatz, anschließend Delegiertentag der ÖÄK (bis   
                     ca. 12. 30 Uhr) – der Delegiertentag ist nicht öffentlich, es gibt aber die Möglichkeit für Fotos
                     und Video-Aufnahmen

Medienkontakte: Ab 10.00 Uhr ist im Steirischen Presseclub, Bürgergasse 2, 8010 Graz, eine Pressestelle eingerichtet – in Anschluss an den Delegiertentag wird dort voraussichtlich ein Pressegespräch stattfinden. Die Einladung dazu erfolgt über die Pressestelle der Österreichischen Ärztekammer.



Nähere Informationen:
Pressekoordination Martin Novak,
Telefon (0316) 8044-45 oder
0664 40 48 123
8011 Graz, Kaiserfeldgasse 29, Tel. 0316/8044-0,
Fax 0316/81 56 71, Postfach 162
E-mail: presse@aekstmk.or.at
Internet: www.aekstmk.or.at
DVR 0054313



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