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Ärztekammer: Bessere Ausbildung für Turnusärzte nur über weniger Bürokratie und freigestellte Ausbildungsärzte – mehr Geld für Lehrpraxen

Nationaler Turnusärztegipfel gefordert

29. Mai 2006

„Die Ausbildung für Turnusärztinnen und -ärzte lässt sich allein mit Supervision nicht verbessern“, reagierte der steirische Ärztekammerpräsident Dietmar Bayer, er ist auch Vizepräsident der ÖÄK, auf den diesbezüglichen Vorschlag von Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat. „Die Spitalsbürokratie, die den jungen Ärztinnen und Ärzten die Zeit für die Ausbildung wegnimmt, ist kein psychologisches sondern ein Verwaltungsproblem“, so Bayer am Montag in einer Aussendung.
Um dieses Problem bei den Wurzeln zu packen, müssten die Turnusärztinnen und -ärzte von Bürokratieaufgaben weitgehend entlastet werden. Der steirische Ärztekammerpräsident fordert neben einem generellen Bürokratieabbau die Schaffung von ‚Medizinischen Dokumentaren’, die nichtärztliche Verwaltungsaufgaben übernehmen.
Ebenso könnten Oberärztinnen und -ärzte nicht per Verordnung zu mehr Ausbildungstätigkeit gezwungen werden: „Tatsache ist, dass die Ausbildung deswegen auf der Strecke bleibt, weil die Ausbildungsärztinnen und -ärzte für diese Tätigkeit nicht freigestellt und mit der Betreuung der Patienten voll ausgelastet sind. Dazu haben auch sie mit dem wuchernden Bürokratiekrebs zu kämpfen.“
Bayers Forderung: „Eine bestimmte Zeit pro Tag muss für die Ausbildung reserviert sein, gleichzeitig sind die Spitäler personell so auszustatten, dass die Behandlung der Patienten gewährleistet bleibt.“
Zur Erweiterung des Erfahrungshorizonts der Turnusärztinnen und -ärzte sollte ein Teil der Ausbildung jedenfalls auch in Praxen niedergelassener Ärztinnen und Ärzte stattfinden. Zurzeit seinen die Lehrpraxen aber finanziell unterdotiert, die Lehrpraxisförderung sei daher deutlich aufzustocken.
Zur gesamtheitlichen Lösung der Ausbildungsfrage verlangt der steirische Ärztekammerpräsident einen nationalen Turnusärztegipfel unter Einbeziehung der Betroffenen.


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