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Ärztekammer Steiermark: „Hauptverband will Probleme der Ärzte bewusst missverstehen“

Kassenbürokratie

12. Mai 2006

„Offenbar will der Hauptverband der Sozialversicherungsträger die Ärzte bewusst missverstehen“ sagte der Sprecher der steirischen Kassenvertragsärzte, Harald Tschojer, am Freitag. Ärztinnen und Ärzte hätten in erster Linie „einen Vertrag mit ihren Patienten“. Wenn die Kassenbürokratie zu Erschwernissen bei der Behandlung führt, sei es „die Pflicht der Ärzte mit aller Deutlichkeit darauf hinzuweisen“.
Seit zwei Jahren würden systematisch Verwaltungsaufgaben der Krankenkassen auf die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte abgewälzt. Die Folge: beträchtlicher zeitlicher Mehraufwand für Ärzte und Ordinationshilfen: „Zeit die für die Patienten dringend benötigt wird, muss für die Bewältigung der ausgelagerten Kassenbürokratie zweckentfremdet werden“, sagte Tschojer.
Zahlreiche Beispiele bestätigen, dass die Chefarztpflicht neu und der Erstattungskodex es in vielen Fällen schwieriger und teils sogar unmöglich machen, den Patienten die richtigen Medikamente zukommen zu lassen.
Ganz klar sei auch der wirtschaftliche Aspekt anzusprechen: Wenn die Ärzteschaft EDV-Investitionen in Millionenhöhe vornehmen muss und einen deutlich erhöhten Personalaufwand habe, um der Kassenbürokratie zu genügen, seien die Kassen gefordert: „Wir niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte und unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind keine ehrenamtlichen Kassenbeamten“, so Tschojer.


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