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Ärztekammer fordert Ausbau der Vorsorge für Kinder und Jugendliche als Reaktion auf alarmierende Zahlen bei Stellungsuntersuchungen

Ärztekammerpräsident Bayer: „Hoher Anteil psychischer Probleme ist bedrohlich“

13. Jänner 2006

„Einen Schulterschluss der Gesundheitspolitik, der Krankenkassen und der Ärzteschaft“ forderte am Mittwoch der Präsident der steirischen Ärztekammer, Dietmar Bayer, als Reaktion auf die alarmierenden Statistiken der Stellungsuntersuchungen in ganz Österreich, vor allem aber in der Steiermark.
„Die Gesundheit unserer Jugend ist ein Kapital, dass wir nicht verspielen dürfen", sagte Bayer. Eine zentrale Maßnahme, um dieser Entwicklung gegenzusteuern sollte eine massive Stärkung der laufenden präventiven ärztlichen Betreuung für Jugendliche sein. „Unser Vorsorgesystem ist im Bereich der Kleinkinder durch die Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen sehr gut ausgebaut – dann gehen viele aber erst wieder zum Arzt, wenn sie tatsächlich krank sind.“ Dadurch könnten schwer wiegende gesundheitliche Probleme, nicht zeitgerecht erkannt werden. Konkret seien Vorsorgeuntersuchungen für Jugendliche in der Pubertät sinnvoll. „Im Alter von etwa 14 Jahren lassen durch eine Veränderung des Lebensstils viele künftige Krankheiten verhindern, dazu braucht es aber entsprechende Untersuchungen, die auch mit einer tief gehenden ärztlichen Beratung verbunden sind“, so Bayer.
Der Vorsorgereferent der steirischen Ärztekammer, Martin Millauer, wies auf ein zusätzliches Problem hin: „Für männliche Jugendliche gibt es zumindest die Stellungsuntersuchung, bei Mädchen wissen wir nicht einmal, wie es um deren Gesundheitszustand bestellt ist – sie lassen sich in den meisten Fällen erst bei der ersten Schwangerschaft, die oft erst kurz vor dem 30. Lebensjahr stattfindet, umfassend untersuchen.“
Als besonders bedrohlich sieht der steirische Ärztekammerpräsident den hohen Anteil (fast 18 Prozent) psychischer Probleme als Ursache für die Untauglichkeit von jungen Männern. Dies erfordere den massiven Ausbau der Kinder- und Jugendpsychiatrie: „Wir müssen mehr Kinder- und Jugendpsychiater ausbilden, gleichzeitig gilt es dann, die entsprechende Zahl von Kassenstellen zu schaffen.“


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