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Ärztepräsident Bayer: „Sinnvolle Ergänzung zu den
Apotheken im Interesse der Bevölkerung“

Umfrage: 84 Prozent wollen Medikamente auch in Arztpraxen bekommen

8. Dezember 2006

84 Prozent der Bevölkerung wollen wichtige Medikamente und Impfstoffe nicht nur in Apotheke
sondern auch in der Arztpraxis bekommen können. Das ist das Ergebnis einer Telefonumfrage
des Meinungsforschungsinstituts Market, für die 957 Personen in der Steiermark befragt wurden.
Besonders stark ist die Zustimmung bei Jüngeren: Von den 15- bis 29-Jährigen würden sogar 95
Prozent eine solche Lösung sehr oder eher begrüßen, unter den 30- bis 39-jährigen Steirerinnen
und Steirern beträgt die Zustimmung 93 Prozent.
„Das ist ein klarer Auftrag an die Politik eine Regelung zu finden, die den Zugang vor allem zu
Injektabilia und Impfstoffen aber auch zu anderen wichtigen Medikamenten über die Arztpraxen
möglich macht“, sagte der steirische Ärztekammerpräsident und ÖÄK-Vizepräsident Dietmar
Bayer zu den Ergebnissen. Es gehe nicht darum die Versorgung durch die Apotheken in Frage
zu stellen, sondern um eine sinnvolle Ergänzung im Interesse der Bevölkerung, betonte Bayer.
Da es mehr als zehnmal so viele Arztpraxen wie Apotheken gebe, würde die Abgabe zumindest
von bestimmten Medikamenten einen großen Qualitätssprung in der medizinischen
Nahversorgung bedeuten.
Für Martin Millauer, den stellvertretenden Obmann der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte in
der Steiermark, ist die Abgabe von Medikamenten in Arztpraxen die logische Ergänzung zur
Verlagerung der Abwicklung der Chefarztpflicht in die Arztpraxen: „Laut Politik soll das Rezept
laufen und nicht der Patient – der Patient soll aber auch nicht wegen einer Grippeimpfung in die
Apotheke laufen müssen.“ Es sei bezeichnend, das gerade jüngere Menschen eine solche
Regelung besonders stark befürworten: „Junge Eltern, deren Kinder Schutzimpfungen brauchen,
und Berufstätige hätten dadurch eine große zeitliche Entlastung.“ Mehrfachwege würden oft
genug Menschen dazu bringen, überhaupt auf Medikamente zu verzichten: „Apotheker
argumentieren mit ihrer Beratung, die ich ihnen auch gar nicht absprechen möchte – aber
Menschen, die nicht zu ihnen kommen, können die engagiertesten Apotheker nicht beraten.“
Auch der steirische Landes- und Bundesobmann der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte, Jörg
Pruckner, fordert ein Umdenken: „Unsere Forderung nach der Medikamentenabgabe in
Arztpraxen ist eine Reaktion auf klare Wünsche der Patienten, die keinen Umweg mehr machen
wollen.“


Nähere Informationen:
Pressekoordination Martin Novak,
Telefon (0316) 8044-45 oder
0664 40 48 123
8011 Graz, Kaiserfeldgasse 29, Tel. 0316/8044-0,
Fax 0316/81 56 71, Postfach 162
E-mail: presse@aekstmk.or.at
Internet: www.aekstmk.or.at
DVR 0054313



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