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Ärztekammer: Finanzierung der Lehrpraxenüber neuen Fonds sichern – für fast zwei Drittel der Lehrpraxisstellen fehlt derzeit das Geld

Turnusärzteausbildung

27. November 2006

Einen „Lehrpraxisfinanzierungsfonds“, der von den österreichischen Krankenhausträgern gemeinsam mit dem Bund finanziert wird, verlangt der steirische Ärztekammerpräsident Dietmar Bayer. Einen Teil der Ausbildung nicht im Krankenhaus sondern in einer Praxis zu machen, sei ein dringender Wunsch der Turnusärztinnen und -ärzte, begründete Bayer seinen Vorstoß. Gleichzeitig sei aber die Finanzierung nicht gesichert: „Fast zwei Drittel der knapp 2000 Lehrpraxisplätze in Österreich sind verweist, weil es keine Förderung dafür gibt.“
Der steirische Ärztekammerpräsident macht vor allem inhaltliche Gründe geltend. Beim gesamtösterreichischen Turnusärztegipfel am letzten Samstag haben die teilnehmenden Turnusärztinnen und -ärzte der Ausbildung in der Lehrpraxis exzellente Noten ausgestellt. Zudem sei die „Erfahrung in der Praxis eine wertvolle Ergänzung zur Ausbildung im Krankenhaus, weil viele junge Ärztinnen und Ärzte letztendlich dort arbeiten wollen.“ Aber auch für Spitalsärztinnen und -ärzte sei es hilfreich, über die Situation in einer Praxis Bescheid zu wissen.
Ein solcher Fonds, der zu einem deutlich erhöhten Angebot an Lehrpraxisplätzen führen müsste, würde aber auch die Wartezeiten für die Turnusärztinnen und -ärzte deutlich reduzieren: „Wenn junge Ärztinnen und Ärzte nach ihrem Studium bis zu zwei Jahre auf einen Turnusplatz warten, geht wertvolles Wissen verloren – außerdem ist es für die Betroffenen, die ja ihren Beruf ausüben wollen, äußerst frustrierend, so lange Zeiten überbrücken zu müssen.“
Es besteht mittlerweile breiter politischer Konsens darüber, dass ein Teil der Ausbildung jedenfalls in einer Lehrpraxis absolviert wird, „ein ausreichend dotierter Lehrpraxisfinanzierungsfonds ist aber die Grundlage für die Umsetzung dieser Forderung“, so Bayer.


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