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Ärztekammer fordert deutliche Anhebung der Grundgehälter von Spitalsärzten

Kommt volle EU-Arbeitszeitregelung droht kleineren Spitälern das Aus

18. März 2004
Eine deutliche Anhebung der Grundgehälter von Spitalsärzten in den steirischen Landeskran-kenhäusern verlangt der Obmann der Angestellten Ärzte in der Ärztekammer Steiermark, Herwig Lindner: „Dass für Spitalsärzte nur durch zahlreiche Nachtdienste ein angemessenes Gesamtein-kommen möglich wird, ist eine historische Altlast, die korrigiert werden muss,“ sagte Lindner in einer Aussendung. Die derzeitigen Grundgehälter der Ärztinnen und Ärzte würden der stark zu-nehmenden Belastung durch die stetig steigende Anzahl von Patientenaufnahmen und die enorm steigenden Patientenzahlen in den Spitalsambulanzen schon lange nicht mehr gerecht.
Gleichzeitig warnt die Ärztekammer vor den Folgen eines vollen Durchschlagens der EU-Arbeitszeitregelungen auf Österreich. „Eine 48-Stunden-Arbeitswoche, die auch Nacht- und Wo-chenenddienste einschließt, lässt sich in kleineren Spitälern nicht verwirklichen – Schließungen wären die Folge“, so Präsidialreferent Peter Schmidt. In der Steiermark gebe es praxisgerechte Betriebsvereinbarungen, die weiter bestehen sollten. Damit sei eine zumutbare Belastung der Ärztinnen und Ärzte gewährleistet. „Auch in anderen Ländern wie England und Deutschland gibt es Bemühung, lebbare Rahmenbedingungen zu schaffen, Österreich ist in der EU nicht allein.“ Die Einhaltung dieser flexibleren Arbeitszeitregelungen müssten dann aber gewährleistet werden: „Wir wollen nicht zurück in die Steinzeit.“ Eine Zumutbarkeitsgrenze will Schmidt auch dadurch einziehen, „dass jeder Spitalsarzt nach einer 24-stündigen Arbeitsbelastung jedenfalls ohne Ein-kommensverlust nach Hause gehen kann“.
Ein Problem sieht Schmidt auch in den ständig steigenden Patientenzahlen der Spitalsambulan-zen: „Die Belastung wird permanent höher, die Einnahmen aus den Spitalsambulanzen machen nur ein Drittel der tatsächlichen Kosten aus, außerdem fehlt das Personal im stationären Bereich – hier müssen die Politik und das neue Management rasch handeln.“

Nähere Informationen:
Pressekoordination Martin Novak,
Telefon (0316) 8044-45 oder
0664 40 48 123
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