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Ärztepräsident Bayer warnt vor der Herrschaft der Berater in der Gesundheitspolitik

Absage an zentralistische Planwirtschaft in der Gesundheitsversorgung

14. Mai 2004
„Offenbar haben die Berater die Herrschaft in der österreichischen Gesundheitspolitik übernommen“, reagierte der 3. Vizepräsident der Österreichischen Ärztekammer und steirische Ärztekammerpräsident, Dietmar Bayer auf öffentliche Aussagen von ÖBIG-Chefin Michaela Moritz und des Ökonomen Christian Köck, die offen zur Abschaffung der niedergelassenen Fachärzte aufrufen. „Beide sind von der öffentlichen Hand bezahlte Berater, wenn sie zur politischen Zerstörung des Gesundheitssystems aufrufen, haben sie ihre Aufgabe verfehlt.“
Die politisch Verantwortlichen, allen voran Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat, seien aufgerufen, die in ihrem Sold stehenden Experten zur Ordnung zu rufen, um der Verunsicherung der österreichischen Bevölkerung nicht weiter Vorschub zu leisten. Es sei jetzt schon zu beobachten, „dass die Zufriedenheit mit dem Gesundheitssystem im Sinken ist, weil die gesundheitspolitische Diskussion von Horrormeldungen geprägt ist, die keinesfalls der Wirklichkeit entsprechen.“
Statt von gemeinsamen, inhaltlichen Zielen auszugehen, sei die Reformdiskussion von Einzelideen geprägt, in denen es nur ums Geld und die Verwaltung gehe, nicht aber um die zentrale Aufgabe, nämlich die Bevölkerung gesund zu erhalten bzw. zu machen: „Das ist eine Qualtinger-Reform nach dem Motto, "ich weiß zwar nicht wo ich hin will, Hauptsache ich bin schneller dort’“.
Bedenklich ist für Bayer der Versuch, die wohnort- und patientennahe Versorgung, die auf die geografische Situation in Österreich Rücksicht nimmt, durch eine zentralistische Planwirtschaft zu ersetzen. „Zur Versorgungsqualität in Österreich gehört es, dass niedergelassene Fachärzte, aber auch Spitäler, rasch erreichbar bleiben“.

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