Zur Ärztekammer Steiermark Startseite

Veranstaltungen des Fortbildungsreferates
finden Sie hier

zum Kalender...
Werbebanner

Bayer fordert sanften Veränderungsprozeß unter Einbeziehung der Ärzte anstelle einer „Brachialreform“

Ärztepräsident Bayer: Bundesregierung braucht dringend ärztliche Kompetenz

09. August 2004
„Die jüngsten Aussagen der Bundesministerin Rauch-Kallat zur Gesundheitsreform machen deutlich, dass kein schlüssiges Gesamtkonzept vorliegt. Die fehlende Einbeziehung der Ärzteschaft macht sich schon jetzt bemerkbar: Vorherrschend ist ein inhaltliches Vakuum; das kommende Agenturgesetz wird nur vorübergehend vor der Implosion unseres Gesundheitssystems schützen. Dann haben wir aber wirklich Feuer am Dach!“, kritisiert der steirische Ärztekammerpräsident Dietmar Bayer am Montag in einer Aussendung die neuen Vorschläge der Gesundheitsministerin. Es entstehe der Eindruck, dass man mit Gesetzesgewalt Leistungskürzungen verordnen wolle und somit eines der besten Gesundheitssysteme bewusst auf´s Spiel setze, nur um sich an der längst notwendigen Finanzierungsdiskussion vorbei zu schwindeln.
Seit der Absetzung von Staatssekretär Waneck als letzten Experten für Gesundheit in der Bundesregierung sei alles nur noch schwieriger geworden, denn Waneck wusste wenigstens wovon er sprach, so Bayer weiter: „Allein die Aussagen zu den Doppeluntersuchungen zeugen davon, dass die Ministerin keine Ahnung von der Medizin hat, denn sonst müsste sie wissen, dass Mehrfachbefundungen aus medizinischen Gründen oft notwendig sind und dies ein wesentliches Qualitätsmerkmal im Behandlungsprozeß darstellt.“ Weiters fordert Bayer in diesem Zusammenhang wieder ärztliche Kompetenz in der Bundesregierung.
Der steirische Ärztekammerpräsident fordert die Bundesministerin auf, „ anstelle einer „Brachialreform“ einen sanften aber nachhaltigen Veränderungsprozeß unter Einbeziehung der Ärzte einzuleiten. Dabei sollten gerade die aus der Praxis entwickelten Schnittstellenprojekte der einzelnen Bundesländern einfliessen.“ Das sei zukunftsweisend und trage ein großes Effizienzpotenzial in sich. Dadurch ließe sich laut Bayer auch verhindern, „binnen weniger Jahre amerikanische oder gar englische Verhältnisse in Österreich zu bekommen, bei denen letztlich die Menschen in unserem Land durch Leistungskürzungen die Leidtragenden wären“.

Nähere Informationen:
Pressekoordination Martin Novak,
Telefon (0316) 8044-45 oder
0664 40 48 123
8011 Graz, Kaiserfeldgasse 29, Tel. 0316/8044-0,
Fax 0316/81 56 71, Postfach 162
E-mail: presse@aekstmk.or.at
Internet: www.aekstmk.or.at
DVR 0054313



zur Übersicht
Folgen Sie uns: Folgen Sie uns auf YoutubeFolgen Sie uns auf Twitter

Die Ärztekammer Steiermark . Alle Rechte vorbehalten

IMPRESSUM | PRESSE