Zur Ärztekammer Steiermark Startseite

Veranstaltungen des Fortbildungsreferates
finden Sie hier

zum Kalender...
Werbebanner

Bayer: Reform „Schritt für Schritt“ vornehmen

Ärztekammer warnt vor Reform am Grünen Tisch ohne Ärztebeteiligung

16. November 2004
Für „eine Umsetzung der Gesundheitsreform mit Bedacht“ sprach sich am Dienstag der Präsident der Ärztekammer Steiermark und Vizepräsident der Österreichischen Ärztekammer, Dietmar Bayer, aus. Veränderungen in den Angeboten der Spitäler und der niedergelassenen Ärzte müssten „Schritt für Schritt“ vorgenommen werden, „sonst hängen unsere Patienten in der Luft“, so Bayer. Nur wenn neue Angebotsstrukturen nachweislich geschaffen seien, könnten sie an anderer Stelle eingestellt werden.

Entscheidend sei, wie die Veränderungen an den Berührungspunkten zwischen intramuraler und extramuraler Versorgung – den Spitalsambulanzen – umgesetzt werden. „Hier gibt es die einmalige Chance, dass Spitalsärzte mit niedergelassenen Ärzten Hand in Hand arbeiten“, es genüge nicht die ambulanten Leistungen einfach in den extramuralen Bereich zu verschieben, denn sonst würde „die Schnittstellenproblematik nicht gelöst, sondern nur verlagert“. Die Mittel des beschlossenen Reformpools seien konzentriert für die Entwicklung dieses Bereiches einzusetzen.

Über die Ärztekammer seien die Ärztinnen und Ärzte, die die Reform gemeinsam mit ihren Patienten leben müssen, von Anfang an massiv einzubinden. „Alles was in der Gesundheitsreform am grünen Tisch beschlossen und nicht in der Praxis erprobt wird, ist zum Scheitern verurteilt“, warnte der steirische Präsident. Diese schmerzhafte Erfahrung habe die Politik in den letzten Jahren immer wieder machen müssen. Gleichzeitig gebe es gerade in der Steiermark „ermutigende Reformbeispiele“, etwa Diabetes-Beratung und Hauskrankenbehandlung, die zeigen, „wie erfolgreich aus der Praxis entwickelte Projekte sein können“.

Hinsichtlich der generellen Reformlinie bedauert Bayer, „dass die Verbreiterung der Beitragsgrundlage noch nicht Teil des aktuellen Maßnahmenpakets ist“. Die Veränderung der Wirtschaftsstruktur müsse Berücksichtigung finden, um die Finanzierung des Gesundheitssystems sozial verträglich und langfristig zu sichern.“

Nähere Informationen:
Pressekoordination Martin Novak,
Telefon (0316) 8044-45 oder
0664 40 48 123
8011 Graz, Kaiserfeldgasse 29, Tel. 0316/8044-0,
Fax 0316/81 56 71, Postfach 162
E-mail: presse@aekstmk.or.at
Internet: www.aekstmk.or.at
DVR 0054313



zur Übersicht
Folgen Sie uns: Folgen Sie uns auf YoutubeFolgen Sie uns auf Twitter

Die Ärztekammer Steiermark . Alle Rechte vorbehalten

IMPRESSUM | PRESSE