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Hartinger-Affaire: „Ärzte unbegründet in
die Nähe der Kriminalität gerückt“

Ärztekammer kritisiert „Medienhetze“ durch Hauptverbandsgeschäftsführerin

30. November 2004

„Letztlich eine „unverantwortliche Kriminalisierung“ sind für den steirischen Ärztekammerpräsidenten Dietmar Bayer und Vizepräsident Norbert Meindl die Anschuldigungen von Hauptverbandsgeschäftsführerin Beate Hartinger, wonach Operationen in steirischen Spitälern ohne ausreichende medizinische Begründung durchgeführt würden. „Über Zahlen zu diskutieren ist völlig legitim, aber leider hat Hartinger eine Medienhetze inszeniert, die eine sachliche Beurteilung nahezu unmöglich macht“, kritisieren die Ärztekammersprecher.

Die Hartinger-Zahlen seien tendenziell dargestellt und in höchstem Maße lückenhaft: Es werde nur ein Jahr betrachtet und einfach die Einwohnerzahlen des betreffenden Bezirkes herangezogen statt das gesamte Einzugsgebiet zu betrachten. „Mit solchen Teilinformationen und gleichzeitig Verdächtigungen an die Öffentlichkeit zu gehen widerspricht der Verantwortung eines Mitgliedes der Geschäftsführung des Hauptverbandes“, so Bayer und Meindl. Es sei zu überprüfen, ob die Betroffenen sich nicht juristisch zu Wehr setzen sollten. Jedenfalls hätten sie für diesen Fall die volle Unterstützung der Ärztekammer.

Erste Überprüfungen haben ergeben, dass die in den von Hartinger kritisierten Spitälern durchgeführten Operationen medizinisch begründet sind und die Krankenhäuser im internationalen Vergleich sehr gut abschneiden.

Sollte sich herausstellen, dass die Beschuldigungen – wie zu erwarten – tatsächlich haltlos seien, müsse Hartinger für sich selbst die Konsequenzen ziehen. Eine Hauptverbandsgeschäftsführerin, die ohne ausreichende Begründung Ärzte in die Nähe der Kriminalität rücke, „muss ernsthaft über ihren Rücktritt nachdenken“, so die Spitzen der steirischen Ärztekammer.

Auch die Steiermärkische Krankenanstaltengesellschaft sei gefordert: „Es ist Aufgabe des Managements, unschuldige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gegen derartige Vorverurteilungen zu schützen, wir vermissen hier die klaren Worte“, kritisierten Bayer und Meindl.


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