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Gesundheits-Landtag: Ärztekammer verlangt ernst-haftes und gesamtheitliches Versorgungskonzept

Sieben Grundsätze für eine zukunftsorientierte Gesundheitspolitik

20. Juni 2005

"Dieser Sonderlandtag darf nicht als Teil einer Wahlkampfinszenierung verstanden werden, sondern muss die offenen Fragen im Gesundheitsbereich ernsthaft angehen", verlangten am Montag der Präsident der steirischen Ärztekammer, Dietmar Bayer, und der Ärztevertreter im KAGes-Aufsichtsrat, ÄK-Präsidialreferent Peter Schmidt, in einer Aussendung. Wichtig sei, dass der Landtag den Weg für ein integratives Gesundheitswesen zum Wohle der steiri-schen Bevölkerung bahnt.

Die Ärztekammer-Repräsentanten nannten als wesentliche Punkte:

  • Entwicklung eines Gesamtkonzepts basierend auf dem Prinzip der gesamtheitlichen Versorgung durch Spitäler und niedergelassene Ärzte - besonderes Augenmerk ist dabei auf die sinnvolle Verzahnung der beiden Bereiche zu legen - Schnittstellen müssen in einem zeitgemäßen Gesundheitssystem endlich zu Nahtstellen werden. Die Setzung von Leistungsschwerpunkten in einzelnen Spitälern darf die Erreichbarkeit der Grundversorgung innerhalb der vorgegebenen 30 Minuten nicht gefährden.
  • Betonung der landesweiten Basisversorgung unter Berücksichtigung der durch die Erhöhung des Durchschnittsalters der Bevölkerung bedingten, veränderten Bedürfnisse - dazu gehören neben der Akutversorgung auch die Remobilisation, Rehabilitation und Pflege - die steigende Zahl geriatrischer Patienten ist in die Gesamtplanung einzubeziehen.
  • Eine umfassende Strategie für das Unternehmen KAGes, in der eine positive Ein-nahmenentwicklung Platz greifen kann - damit auch Stärkung der öffentlichen und solidarischen Gesundheitsversorgung.
  • Neue Kooperationsformen zwischen niedergelassenen und Spitalsärzten - sinnvolle Auslagerung ambulanter Leistungen.
  • Eine klare Festlegung, dass jede Reform nicht gegen sondern nur mit den mehr als 16.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der KAGes zu schaffen ist - deren Potenzial und praktische Erfahrung wurde bisher vernachlässigt.
  • Die umfassende Einbeziehung der Ärztekammer in die Gesamtkonzeption, da diese als einzige die Bereiche der niedergelassenen und Spitalsärzte verbindet.
  • Klare Priorität der Patientenbedürfnisse vor rein ökonomischen Überlegungen.
"Die Politik darf nie vergessen, dass sie in erster Linie die Bevölkerung und damit die Inte-ressen der Patienten vorrangig zu vertreten hat", betonten Bayer und Schmidt. Die Ärzte-schaft sei "bereit und einsatzwillig" an der Entwicklung eines umfassenden Versorgungskon-zepts, das sich ehrlich an diesen sieben Grundsätzen orientiert, mitzuwirken.

Nähere Informationen:
Pressekoordination Martin Novak,
Telefon (0316) 8044-45 oder
0664 40 48 123
8011 Graz, Kaiserfeldgasse 29, Tel. 0316/8044-0,
Fax 0316/81 56 71, Postfach 162
E-mail: presse@aekstmk.or.at
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