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Fakten zum Coronavirus


Fragen und Antworten zum neuen Coronavirus (2019-nCoV)

Die Fragen stellt Dr. Christoph Schweighofer, niedergelassener Arzt für Allgemeinmedizin und stv. Kurienobmann der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte.

Die Antworten gibt Univ.-Prof. Dr. Robert Krause, Sektion Infektiologie und Tropenmedizin an der Universitätsklinik für Innere Medizin Graz.
 

Welche Symptome lassen mich im Anfangsstadium an eine Infektion mit dem Coronavirus denken?
Symptome eines Atemwegsinfekts, grippale Symptome, Fieber; jedoch sind diese Symptome nur bei passender Reiseanamnese verdächtig auf eine Infektion mit den neuen Coronaviren (2019-nCoV, "Wuhanvirus").
Die Falldefinitionen (Verdachtsfall, bestätigter Fall) finden sich z. B. in den Internetseiten des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz, der AGES oder des Robert Koch Instituts. Die Verbreitungskarten finden sich beispielsweise auf der Homepage des ECDC.
Nach derzeitigem Stand ist die neue Coronavirus-Infektion ähnlich wie die Influenza einzuschätzen.

Gibt es eine Sofortmedikation, die ich bei Verdacht schon in der Ordination verabreichen kann?
Nein. Es gibt derzeit keine Virus-spezifische (Sofort-)Medikation. Bei Patienten mit starkem Hustenreiz kann ein symptomatische Therapie mit Antitussiva hilfreich sein und die Streuung der Viren durch Husten vermindern.  

Wohin weise ich verdächtige Patienten zu, was ist für den Transport zu beachten?
Verdächtige Patienten sollen bei einer der folgenden Stellen gemeldet und die weitere Vorgangsweise besprochen werden:

  • LKH Graz 2 (Standort West Tel. 0316 5466)
  • LKH-Universitätsklinikum Graz (Tel. 0316 385)
  • Landeswarnzentrale der Steiermark (Tel. 0316 877-77)


Patienten sollen NICHT unangekündigt in Notfallaufnahmen geschickt werden. Die Transportart und -modalitäten werden von den obigen Stellen koordiniert. Ein etwaiger Transport (nach Rücksprache mit obigen Standorten) kann über Notruf 144, die Krankentransport-Nummer 14844 oder das Gesundheitstelefon 1450 organisiert werden.

Wie gehe ich mit im Wartezimmer anwesenden Patienten um, wenn ein „Verdächtiger“ in der Ordination ist?
Patienten mit begründetem Verdacht auf Infektion mit 2019-nCoV sollen von den anderen Wartenden getrennt und der Verdacht mit den oben genannten Stellen besprochen werden. Im Wartezimmer anwesende Patienten sollen als potentielle Kontaktpersonen für etwaige weitere behördliche Maßnahmen erfasst werden.

Wie geht man bei einem Hausbesuch vor, wenn man die Verdachtsdiagnose stellt?
Verdächtige Patienten sollen bei einer der folgenden Stellen gemeldet und die weitere Vorgangsweise besprochen werden:

  • LKH Graz 2 (Standort West Tel. 0316 5466)
  • LKH-Universitätsklinikum Graz (Tel. 0316 385)
  • Landeswarnzentrale der Steiermark (Tel. 0316 877-77)

Patienten sollen NICHT unangekündigt in Notfallaufnahmen geschickt werden. Die Transportart und -modalitäten werden von den obigen Stellen organisiert.

Wie kommt man zu einer gesicherten Diagnose?
PCR am Diagnostik- und Forschungsinstitut für Hygiene, Mikrobiologie und Umweltmedizin der Medizinischen Universität Graz und PCR am Zentrum für Virologie der Medizinischen Universität Wien.

Was kann ich nach Kontakt mit einem verdächtigen bzw. infizierten Patienten tun um eine Ansteckung bzw. Ausbruch bei mir zu verhindern?
Wie bei Influenza ist die Händedesinfektion durchzuführen. Es gibt derzeit keine medikamentöse Prophylaxe, um eine Erkrankung mit 2019 nCoV zu verhindern. Beim planbaren Kontakt zu einem 2019 nCoV verdächtigen Patienten sollte eine persönliche Schutzausrüstung, bestehend aus FFP3-Schutzmaske, Schutzbrille, Einmalmantel und Einmalhandschuhe, verwendet werden.

Ist die neue Viruserkrankung nur für die üblichen Risikogruppen lebensgefährlich oder ist die Mortalität auch bei sonst Gesunden sehr hoch?
Bei derzeitigem Wissensstand scheint die Mortalität bei Infektion mit 2019-nCoV für Patienten mit Grunderkrankungen erhöht zu sein.

Wie handhabt man die Meldepflicht?
Meldung eines Verdachts-, Erkrankungs- und Todesfalles durch 2019-nCoV muss an die lokale Gesundheitsbehörde erfolgen (in Graz z. B. Gesundheitsamt der Stadt Graz per Fax 0316 872 3209, Tel. 0316 872 3200 oder -3215; außerhalb von Graz an die entsprechende Gesundheitsbehörde).
 

 

AGES-Infoline Coronavirus: 0800 555 621 (Montag bis Freitag von 9-17 Uhr)

Informationen zu Übertragung, Symptomen, Vorbeugung

 

Aktuelle Informationen:

 

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